Das Rattenheim – Lebensraum für kleine Entdecker

Foto: Mandy Stockmann / pixelio.de

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Das Rattengehege muss zahlreiche Funktionen für seine Bewohner erfüllen: es ist gleichzeitig Schlafzimmer, Speisekammer, Toilette und Spielplatz.

Das Rattenheim


Ratten gehören erst seit ein paar Jahren zu den gängigen Heimtieren und dementsprechend war es bis vor kurzem noch recht schwierig, passende Käfige im Zoofachhandel zu bekommen. Immer häufiger findet man jedoch spezielle Ratten-, Chinchilla und Streifenhörnchenkäfige, die in der Regel die besten käuflichen Rattenheime
sind, da sie die richtige Höhe, einen engen Gitterabstand, eine hohe Bodenwanne und große Türchen haben. Da Ratten viel klettern, sollten die Käfige für zwei bis drei Tiere 100 cm hoch sein und eine Grundfläche von 80 x 80 cm haben. Besser ist jedoch ein Gehege mit 200 cm Höhe: je größer, desto besser.

Käfige für Meerschweinchen und Kaninchen weisen zwar oft eine ausreichende Grundfläche auf, es fehlt ihnen jedoch an Höhe. Außerdem sind die Gitterabstände in der Regel so weit, dass Ratten ohne Probleme hindurchkommen. Um auch junge Ratten sicher unterzubringen, sollte der Gitterabstand nicht mehr als 1,2 cm betragen. Damit die Bewohner im Käfig klettern können, sollten sie Gitterstäbe quer angebracht sein.

Vogelkäfige und Glasbecken sind zur Unterbringung von Ratten wenig geeignet. An Vogelkäfigen finden sich viele Ausbruchsmöglichkeiten, auch sammelt sich Schmutz in den Ecken unter den Schubladen. In Aquarien und Terrarien bildet sich wegen der oft mangelhaften Luftzufuhr schnell ein ungünstiges Klima, das Krankheiten begünstigt.

Hamster- und Mäusekäfige eignen sich gut als Notunterkünfte, Quarantänestation und zur Unterbringung von Jungtieren. Als Dauerbehausung für die agilen Nager kommen sie nur bei ausreichender Größe in Frage.

Mit etwas handwerklichem Geschick kann man das perfekte Rattenheim auch selbst bauen. Dazu eignen sich am besten beschichtete Spanplatten, aus denen man eine Art Kiste baut. Vorne angebrachte Gittertüren erleichtern die Reinigung. Die Seitenteile sollten zumindest teilweise aus Gitter bestehen. Mit Gitter bespannte Seitenwände bieten den unternehmungslustigen Ratten zusätzliche Klettermöglichkeiten. Ein etwa 15 bis 20 cm hoher Rand aus Glas oder Holzspanplatten verhindert ein Herausschleudern der Einstreu.

Quelle und Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Verlag

Ratten. Clever – gesellig – aktiv. Georg Gaßner. 3. Aufl. 2006. 64 S., 60 Farbf., kart. ISBN 978-3-8001-4483-9. € 7,90

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