Hm, lecker – was Katzenkinder fressen

Foto: Silke Schellenberger, pixelio.de

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Katzen sind die reinsten Gourmets. Wenn ihnen etwas nicht schmeckt, fressen sie es auch nicht. Stattdessen verstehen es Katzenkinder nur zu gut, ihren Menschen dazu zu bewegen, sofort das Futter auszutauschen. Es gibt einige Stubentiger, die an dem Futter schnuppern und ihren Menschen so lange tyrannisieren, bis dieser endlich entnervt eine neue Dose öffnet. Natürlich kommt es auch hier wieder darauf an, ob Sie Ihren Stubentiger verwöhnen. Wenn Sie sich von Anfang an nicht darauf einlassen, das verschmähte Futter sofort gegen anderes auszutauschen, so kommt Ihr Stubentiger auch nicht auf die Idee, so lange zu maunzen bis es etwas Besseres gibt. Allerdings sollten Sie dennoch auf die Futtervorlieben Ihres Katzenkindes eingehen. Deshalb können Sie am Anfang ruhig ausprobieren, was Ihr kleiner Liebling bevorzugt. Dabei sollten Sie auch darauf achten, dass es sich um „gesundes“ Futter handelt. Samtpfoten finden zwar unser Essen stets viel toller als ihr eigenes Futter, dennoch ist es absolut nicht ratsam, sie mit Essensresten zu füttern. Die darin enthaltenen Inhaltsstoffe können von der Katze nicht ordnungsgemäß verdaut bzw. verarbeitet werden. Vor allem der Zusatz von Zucker stellt eine Gefahr für Ihr Katzenkind dar. Zucker begünstigt nicht nur Karies, sondern kann auch zu Diabetes bei Ihrem Katzenkind führen. Darüber hinaus sind viele Tierärzte der Auffassung, dass Zucker die Entstehung von Tumoren begünstigt. Da Ihr Katzenkind Süßes, aufgrund fehlender Rezeptoren auf der Zunge, sowieso nicht schmecken kann, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass im Futter kein Zucker enthalten ist. Auch Milchprodukte eignen sich nicht für Katzen. Den darin enthaltenen Milchzucker (Laktose) kann Ihr Stubentiger nicht verwerten, da ihm dazu ein Enzym fehlt. Daher bekommen viele Katzen Durchfall von Milchprodukten. Wichtig ist in jedem Fall eine ausgewogene Ernährung, die Ihr Katzenkind mit allen Nährstoffen und Vitaminen versorgt.

Trocken- oder Nassfutter?

Die Katze nur mit Trockenfutter oder nur mit Nassfutter zu füttern, wäre zu einseitig. Trockenfutter dient zwar der Zahnreinigung, enthält aber zu wenig Feuchtigkeit. Nassfutter wiederum hilft den Flüssigkeitsbedarf zu decken, unterstützt aber nicht die Zahneinigung. Daher empfiehlt es sich, beide Futterarten zu verwenden. Ausgeglichene Katzenkinder sind in der Lage, sich ihr Futter selbst einzuteilen. Denn Katzen fressen lieber mehrmals am Tag kleine Portionen. Aus diesem Grund können Sie Ihrem Stubentiger die Hälfte der Tagesportion Trockenfutter schon morgens bereitstellen. So hat Ihr Katzenkind die Möglichkeit seine Essenszeiten selbst zu bestimmen. Die andere Hälfte können Sie abends servieren, so dass Ihr Stubentiger wieder in den Genuss von frischem Trockenfutter kommt. Achten Sie bitte beim Futterkauf auf gute Qualität. Kaufen Sie nur Futter, das über einen hohen Fleischanteil verfügt, da Ihre Katze von Natur aus ein „Fleischfresser“ ist. Nassfutter sollten Sie zu festen Zeiten füttern. Warum? Weil Sie ansonsten mehr Futter wegschmeißen, als Ihnen lieb ist: Gibt es keine festen Fütterungszeiten, dann verlangen Katzenkinder nach Lust und Laune nach dem schmackhaften Zusatzfutter. Davon fressen sie dann ein paar Happen, wenden sich dann jedoch Ihrem Trockenfutter zu. Anschließend wird das Nassfutter nicht mehr angerührt, sondern nach Frischem verlangt. Legen Sie aus diesem Grund feste Fütterungszeiten fest, damit solch ein Problem erst gar nicht entsteht. Denken Sie bei der Festlegung auf eine bestimmte Uhrzeiten aber unbedingt daran, dass Ihre Katze sich diese Zeiten merkt und auch am Wochenende oder in Ihren Ferien auf die Einhaltung besteht. Wenn Sie also nicht unbedingt darauf aus sind, jeden Morgen um 6 Uhr geweckt zu werden, sollten Sie einen späteren Zeitpunkt wählen. Ob Sie Nassfutter in Form von Dosenfutter oder in frischer Form wählen, entscheiden Sie am besten für sich selbst. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, beide Formen abzuwechseln.

Quelle und Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Verlag

Mein Katzenkind zu Hause. Aline Kurt. 2011. 64 S., 55 Farbfotos, kart. ISBN 978-3-8001-7536-9. € 5,95

Mehr Informationen zum Buch und zur Buchbestellung finden Sie hier.

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