Grundregeln der Katzenerziehung

Katzen müssen lernen, was erlaubt ist und was nicht. Foto: Silke Schellenberger, pixelio.de

Katzen müssen lernen, was erlaubt ist und was nicht. Foto: Silke Schellenberger, pixelio.de

Katzen sind eigenwillige Tiere, die lieber nach ihrem eigenen Kopf handeln, als die Wünsche ihres Besitzers zu erfüllen. Darum könnte man schnell annehmen, Katzenhaltung und -erziehung schließen sich gegenseitig aus. Doch dem ist nicht so. Sicherlich lässt eine Katze sich nicht so leicht erziehen wie ein Hund, dennoch ist es mit ein paar einfachen Tricks nicht schwierig, der Samtpfote ein paar Benimmregeln nahe zu bringen.

Die wichtigste Regel lautet hierbei: Konsequenz! Was die Katze nicht darf, sollte ihr von Anfang an ohne Ausnahmen nicht erlaubt werden. Hat die Katze erst einmal das Bett erobert, erfolgreich ein Leckerchen vom Tisch erbeutet oder ungestraft die Krallen an der Tapete gewetzt, wird sie nicht verstehen, warum sie es auf einmal nicht mehr tun soll. Dabei ist es vor allem wichtig, sich selbst darüber im Klaren zu sein, was man seiner Samtpfote erlauben möchte und was nicht. Denn eine Katze merkt recht schnell, ob man es ernst oder nur halbherzig meint und wird dementsprechend reagieren – oder eben auch nicht.

Die zweite Regel lautet: Viel loben, wenig strafen. Hat die Katze ein erwünschtes Verhalten gezeigt, darf man sie ruhig einmal öfter loben. Unerwünschtes Verhalten kann mit akustischen Signalen wie einem laut gesprochenen „Nein“ oder auch mit direkten Reizen wie Anpusten oder – bei besonderen Rabauken – Ansprühen mit der Wasserflasche bestraft werden. Wichtig ist, dass die Strafe sofort im Anschluss an das unerwünschte Verhalten geschieht, sonst versteht die Katze diese nicht. Keinesfalls darf dabei Gewalt angewendet werden! Wer jedoch bei jeder Kleinigkeit sofort straft, der riskiert, dass sich die Bestrafung abnutzt und von der Katze irgendwann ignoriert wird. Deswegen sollte man lieber ein paar wenige Regeln für sich definieren und konsequent durchsetzen, als zu viele Dinge auf einmal durchsetzen zu wollen.

Nicht vergessen sollte man außerdem, der Katze Alternativen zu bieten. Natürliches Katzenverhalten wie Kratzen, Springen, Klettern und wild Spielen lässt sich nicht abtrainieren. Deshalb ist es wichtig, das natürliche Verhalten der Katze zu kennen und ihr Möglichkeiten zu geben, dieses auszuleben. Das Kratzen an Gegenständen kann man einer Katze beispielsweise nicht abgewöhnen. Aber man kann ihr beibringen, dass sie an ihrem Kratzbaum und nicht am Sofa zu kratzen hat. Die Alternative sollte aber natürlich nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Katze attraktiv sein. Mit einem kleinen Kratzbaum in der hintersten Ecke des Flurs lässt sich die Katze schwieriger vom Kratzen am Sofa abhalten, als beispielsweise mit einer großen Kratzsäule mitten im Wohnzimmer.

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232 x Katze. Sie fragen – wir antworten. Karin Schneider. 2008. 191 S., 36 Zeichn., kart. ISBN 978-3-8001-5750-1. € 12,90

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    Gute Tipps! Ich glaube, inzwischen haben unsere Kitten wirklich verstanden, was NEIN bedeutet. Allerdings sollte man dabei niemals laut werden. Ein bestimmtes Nein reicht vollkommen – und die Katze ruhig immer wieder wegsetzen, wenn sie versucht auf den Küchentisch zu springen.. Irgendwann hat sie dann eh keine Lust mehr ;)

  • Jessi

    Hallo. Meine Katze habe ich mit 9 Wochen bekommen. Nun schreit sie vom ersten Tag an sofort sobald man in der Küche IST. Sie bekommt 3x nassfutter am Tag. Trockenfutter frisst sie nämlich nicht. Sie klettert sogar dann an einem hoch um auf die Arbeitsplatte zu kommen. Dieses verhalten macht sie auch selbst wenn sie grad fressen hatte. Ebenso springt sie sobald auf dem Couchtisch essen steht auf den Tisch. Ich habe ihr ein erhobenes nein gesagt ich habe sie mehrmals runter gesetzt ich habe sie mit der Pistole schon halb Nass gespritzt. Doch alles ohne Erfolg. Was kann ich nun noch machen? Ich habe Angst das wenn wir in 2 Wochen den anderen Kater ebenfalls mit 9 Wochen bekommen das es noch schlimmer wird. Der eine den anderen ansteckt.